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Warum wird Falun Gong in China verfolgt  
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Falun Gong - 100 Millionen Menschen in über 60
Ländern genießen die Vorzüge dieser traditionellen Übungspraxis.

Falun Gong hat sich schnell von Mund zu Mund verbreitet und wird in China von Millionen von Familien praktiziert. Dieses Bild zeigt vier Generationen einer Familie, die in dem Ort Anshi, in der Stadt Dongliao in der Provinz Jilin im März 1998 gemeinsam üben.

Falun Gong, auch bekannt als Falun Dafa, der große Weg des kosmischen Gebotsrades - ist eine traditionelle Kultivierungspraxis.

Die chinesische Kultur beinhaltet seit ihren frühesten Anfängen den Begriff der „Harmonie zwischen Mensch und Kosmos“. Mit der Methode der Kultivierung begibt sich der Mensch auf den Weg, diese Einheit zu erlangen. Die chinesische Literatur ist angefüllt mit Mythen über Menschen, die den Zustand von göttlichen Wesen erlangt haben, zur Erleuchtung gekommen sind oder durch Kultivierung das Dao erreicht haben. Im Verlauf der chinesischen Geschichte hat es Tausende von unterschiedlichen Kultivierungsschulen gegeben. Folglich ist Kultivierung eine traditionelle Praxis zur Veredelung von Körper und Geist.

Die Kultivierung prägt fast jeden Aspekt der chinesischen Kultur. Die Lehre von Laotse und Konfuzius, zum Beispiel, bestand ursprünglich darin, die Kultivierung ihrer entsprechenden Jünger anzuleiten. Eine große Anzahl von historischen Figuren, die die chinesische Geschichte im Wesentlichen geformt haben, waren Kultivierende. Die Kultivierung des moralischen Charakters war eine Voraussetzung der Studenten an seriösen Universitäten und die ethischen Werte, die aus der Lehre der Kultivierung herrührten, spielten eine wesentliche Rolle zur Bildung und Erhaltung der gesellschaftlichen Moral.

Die Kultivierung ist schon seit langer Zeit wegen ihrer Auswirkungen auf die physische Gesundheit und der übernatürlichen Fähigkeiten anerkannt. Zum Beispiel sind die positiven gesundheitlichen Auswirkungen von Tai Chi und Kampfkunst weit verbreitet. Alle berühmten Ärzte und Mediziner in der chinesischen Geschichte waren Kultivierende. Einige von ihnen entwickelten Fähigkeiten, um die Meridiane und Akupunkturpunkte im menschlichen Körper zu visualisieren, einige konnten in den menschlichen Körper hinein sehen und Krankheiten erkennen, einige konnten erkennen, wie Kräutermischungen im menschlichen Körper wirken und einige konnten durch die Abgabe von Energie Krankheiten heilen. Diese Kultivierende waren federführend in der Begründung der Theorie und Praxis der chinesischen Medizin, wie die Akupunktur und die chinesische Kräutermedizin, die wir heute kennen.

Die Machtergreifung der Kommunistischen Partei Chinas setzte der Tradition der Kultivierungs- Übung ein abruptes Ende. Die atheistische Ideologie und die totalitäre Macht der Partei verbot alle anderen Denkweisen. Kultivierung wurde als „Aberglaube“ abgestempelt und brutal verfolgt. Im Zuge der Bewegung zur „Unterdrückung von konterrevolutionären abergläubischen Sekten und geheimen Vereinen“ wurden von den Kommunisten in den ersten beiden Jahren ihrer Herrschaft über zwei Millionen Menschen ermordet. Danach wagte niemand mehr, öffentlich über Kultivierung zu sprechen.

Politische Unterdrückung kann jedoch keine Krankheiten unterdrücken. Durch die wiederholten politischen Verfolgungskampagnen wurden die chinesischen Bürger physisch und psychisch stark traumatisiert. Um dem Bedürfnis der Bürger nach Gesundheitserhaltung und Fitness nachzukommen wurde eine Übungspraxis in der Öffentlichkeit unter einem neuartigen Namen – Qigong – eingeführt und gewann über Nacht große Beliebtheit. Der Begriff Qigong hatte jedoch vorher noch nie existiert und niemand kannte den wahren Ursprung von Qigong.

Im Jahre 1992 begann Herr Li Hongzhi Seminare über Falun Gong abzuhalten. Herr Li zeigte darin den wahren physischen Aspekt von Qigong auf, nämlich die Kultivierung und dass der Ausdruck Qigong geprägt wurde, um politische Unterdrückung zu vermeiden, und dass man sich auf den mentalen Aspekt – der Verbesserung der moralischen und mentalen Qualität - konzentrieren müsse, um den wirklichen Nutzen aus der Praxis zu ziehen. Mit der Einführung von Falun Gong in die Öffentlichkeit brachte Herr Li Hongzhi dem chinesischen Volk die jahrtausende Jahre alte Tradition der Kultivierung zurück.

Auf der einfachsten Ebene ist Falun Gong eine Lebenseinstellung, die Entscheidung, ein guter Mensch mit hohen moralischen Werten zu sein. Die Praktizierenden lösen sich von egoistischen und negativen Gedanken. Sie lösen sich von Eigensinnen wie Ruhm, Reichtum und Begierden, die aufgrund von falschen Anschauungen entstanden sind. Sie beseitigen ihre Furcht vor persönlichen Nachteilen. Bei Konflikten denken sie zuerst an die anderen. Sie suchen in ihrem Inneren, um ihre eigenen Schwachstellen zu finden und zu korrigieren und so zu innerem Frieden zu gelangen. In Verbindung mit fünf sanften Übungssätzen, die sich nachweislich auf die Verbesserung der Gesundheit auswirken, führt dieser Weg die Praktizierenden zu einer stabileren Gesundheit, einer erhöhten moralischen Einstellung und einem erfüllten Leben. Wer diese Lebensform jemals kennen gelernt und praktiziert hat, wird sie kaum wieder aufgeben.

Beweis für die außergewöhnlichen Vorteile, die die Praktizierenden genießen, ist das Phänomen, dass im Jahr 1999, also nur sieben Jahre nach seinem Bekannt werden in der Öffentlichkeit, Falun Gong bereits weltweit von über 100 Millionen Menschen in mehr als 60 Ländern praktiziert wurde.

Wachsende Feindseligkeit des Diktators gegenüber Falun Gong

Viele Beamte der chinesischen Regierung lobten am Anfang die Vorzüge von Falun Gong und priesen den positiven Einfluss auf einzelne Personen sowie auf die ganze Gesellschaft. Diese Beamten unterstützten die Verbreitung von Falun Gong Anfang der 90er Jahre. Ein Drittel der 60 Millionen Parteimitglieder, unter ihnen auch hohe Regierungsbeamte, übten Falun Gong.

Auszeichnungen, die Mr. Li Hongzhi und Falun Gong 1992 und 1993 auf den Orient- Gesundheitsmessen in Peking verliehen wurden.
Oben links: Zertifikat zur Ehrung von Li Hongzhi für seinen herausragenden Beitrag zur 1992 Orient-Gesundheitsmesse;
Oben rechts: Preis für Neuen Wissenschaftlichen Fortschritt an Li Hongzhi auf der 1993 Orient-Gesundheitsmesse;
Mitte: "Goldener Preis", überreicht an Herrn Li Hongzhi auf der 1993 Orient- Gesundheitsmesse;
Unten links: Zertifikat zur Ehrung von Li Hongzhi für seinen herausragenden Beitrag zur 1993 Orient-Gesundheitsmesse;
Unten rechts: "Auszeichnung zum Beliebtesten Qi Gong Meister" überreicht an Mr. Li Hongzhi auf der 1993 Orient-Gesundheitsmesse

Eine Handvoll Parteigenossen fühlten sich jedoch von der zunehmenden Popularität Falun Gongs bedroht. Jene atheistischen Parteigenossen konnten die Tatsache nicht akzeptieren, dass, nach 40 Jahren marxistischer Erziehung, viele Menschen und auch Mitglieder der Kommunistischen Partei Chinas (KPC) an anderer Stelle nach spirituellen und moralischen Werten suchten. Sie versuchten, Fehler in Falun Gong zu finden, um die ideologische Abwehr gegen die eher aufgeschlossenen Beamte zu schüren, um sie zu entlassen und somit die Partei zu ihrem politischen Vorteil zu „säubern“. Dabei ignorierten diese machthungrigen Personen, welchen positiven Einfluss Falun Gong bereits auf die Menschen ausübte und begannen eilig ihre Hetzjagd und Verleumdungskampagne.

Luo Gan, Generalsekretär des Staatsrats und enger Anhänger Jiang Zemins, dem damaligen Generalsekretär der Partei, befahl dem Ministerium für Öffentliche Sicherheit und dem Ministerium für Staatssicherheit, Agenten unter die Falun Gong-Übenden zu mischen. Diese Bespitzelungen brachten nichts Negatives über Falun Gong zu Tage; stattdessen begannen sogar viele Agenten selbst, Falun Gong zu üben. Es blieb den Untersuchungsbeamten also nur die Möglichkeit, Beschuldigungen zu erfinden. Im Dezember 1994 wurde ein gefälschter Brief von „über hundert Falun Gong-Übenden“ an die Öffentlichkeit gebracht, der Herrn Li unter anderem beschuldigt, sein Geburtsdatum geändert zu haben, Reichtum anzuhäufen und Steuern zu hinterziehen. Dieser Brief ermöglichte es dem Ministerium für Öffentliche Sicherheit, Falun Gong zu verbieten.

Das Verbot sollte am 3. Februar 1995 verkündet werden. Ein Falun Gong-Übender, der für das Ministerium für Öffentliche Sicherheit arbeitete, erfuhr dies eine Woche vor der geplanten Bekanntgabe. Er und andere Falun Gong-Anhänger konnten eine Krise im letzten Moment verhindern, indem sie drei Dokumente einreichten, die die falschen Anschuldigungen widerlegten.

Am 15. Mai 1998 reiste Herr Wu Shaozu, Direktor der China Sport Kommission, zusammen mit anderen Regierungsbeamten und den Medien, nach Changchun, dem Herkunftsort von Falun Gong, um Untersuchungen durchzuführen.

Ein Artikel vom 17. Juni 1996 in der Guanming Tageszeitung, dem Sprachrohr der KPC, eröffnete eine Medienkampagne gegen Falun Gong. Die Regierung drängte viele Zeitungen, dem Beispiel mit eigenen verleumderischen Berichten zu folgen. Am 24. Juli 1996 befahl das Propagandaministerium der Kommunistischen Partei, alle Bücher Li Hongzhis zu verbieten.

Anfang 1997 beauftragte Luo Gan das Ministerium für Öffentliche Sicherheit, eine nationale Untersuchung über „Falun Gongs illegale religiöse Aktivitäten“ durchzuführen. Als er jedoch erste Berichte erhielt, mit der Angabe: „noch keine Probleme erkannt,“ beendete er die Untersuchung. Viele Agenten begannen auch während dieser Untersuchung mit dem Üben von Falun Gong.

Ende Mai 1998 trat der Arzt He Zuoxiu im Pekinger Fernsehen auf. He Zuoxiu’s Ehefrau und Luo Gans Ehefrau sind Geschwister. In der Sendung attackierte He Zuoxiu Falun Gong. Daraufhin wendete Luo Gan abermals die bewährte Taktik „zuerst lautstark beschuldigen und später die Beweise auftreiben“ an und befahl am 21. Juli 1998 den Polizeibehörden im ganzen Land: „Beweise zu finden und zu sammeln, dass Falun Gong Ketzerei und illegale Aktivitäten betreibt.“ Viele Städte verboten die Falun Gong-Übungen und verhafteten Falun Gong- Anhänger, während diese im Park praktizierten, oder bestraften sie mit einem Bußgeld wegen „Teilnahme an illegalen Versammlungen.“

Falun Gong-Übende mussten jedoch viel mehr ertragen als in diesen Vorfällen geschildert wird. Später gab die chinesische Regierung an, sie wäre vom plötzlichen Auftauchen einer so großen Zahl von Falun Gong-Anhängern überrascht worden. Viele naive Beobachter dachten somit, die chinesische Regierung fühlte sich bedroht und reagierte auf diese Bedrohung. In Wahrheit haben die Behörden Falun Gong von Anfang an kontinuierlich überwacht und hatten bereits zuvor versucht, Falun Gong-Übende einzuschüchtern und zu unterdrücken.

Der Tianjin Vorfall

Herrn Li’s Lehren zufolge, „Andere Menschen mögen uns schlecht behandeln, aber wir behandeln niemanden schlecht und betrachten niemanden als Feind,“ konnte niemand Falun Gong-Übende mit diesen Ungerechtigkeiten abschrecken oder provozieren. Sie ertrugen die Tyrannei friedfertig und gaben Menschen mit Vorurteilen immer wieder die Gelegenheit zu verstehen, was Kultivierung ist und was für Menschen Falun Gong-Übende sind. Viele Anhänger, unter ihnen auch Parteimitglieder und Regierungsbeamte, schrieben an die Zentrale Führungsebene und schilderten aus eigener Erfahrung, dass Falun Gong nur Vorteile für die Gesellschaft habe und keine Bedrohung darstelle. Diese Einwände konnten als „sich gegen die Partei erheben,“ „die normale Arbeit der Partei stören,“ oder sogar als „konterrevolutionär“ eingestuft werden. Ungeachtet dessen, dass diese Anschuldigungen Grund genug wären, einer Person alles zu nehmen, auch ihre Freiheit, traten viele hervor, um die Fakten darzulegen und Falun Gong zu verteidigen.

Ende 1998 bewegte die große Anzahl der Berufungsschreiben den ehemaligen Kongress- Vorsitzenden Qiao Shi und einige hochrangige Beamte dazu, eine Reihe von Untersuchungen über die Auswirkung von Falun Gong auf die Gesundheit der Menschen und auf die Gesellschaft durchzuführen, um damit eine Grundlage zu schaffen, die Konfrontationen zu lösen.

Der Staatsrat und das Ministerium für Sport (http://www.fsccentre.org/Summary of Health Surveys.htm) beauftragten regierungseigene medizinische Institute, Untersuchungen in mehreren großen Städten Chinas vorzunehmen. Mit über 34.000 Teilnehmern ist dieses bis heute die umfangreichste und systematischste Umfrage unter Falun Gong Übenden. Die Ergebnisse zeigten, dass 98,7% der Befragten bessere körperliche Gesundheit und 97,7% besseren geistigen Zustand durch das Üben von Falun Gong erlangten.

Auf Basis dieser Untersuchungen wurde ein formeller Bericht an das Politbüro der Kommunistischen Partei geleitet: „Falun Gong besitzt viele Vorteile für das Land und die Menschen und keinen einzigen Nachteil.“ Diese Schlussfolgerung stieß bei Jiang Zemin, dem Generalsekretär der Partei, auf taube Ohren. Er schrieb auf den Bericht: „[Der Bericht ist] zu kompliziert; ich verstehe ihn nicht.“ Mit ersichtlichem Vorsatz wurde Luo Gan von Jiang beauftragt, sich mit dem Bericht und diesem Fall zu befassen.

Luo Gan wusste was er zu tun hatte und sah sich nach anderen Möglichkeiten um. Am 11. April 1999 veröffentlichte He Zuoxiu noch einen Artikel. Weil der Artikel voll von Verleumdungen war, besuchten zahlreiche Falun Gong-Anhänger das Büro des Magazins in der Stadt Tianjin, um den Redakteuren ihre eigenen Erfahrungen über Falun Gong zu schildern und sie darum zu bitten, den fehlerhaften Artikel zurückzuziehen. Am 22. und 23. April 1999 griffen Polizeibeamte die Falun Gong-Anhänger vor dem Büro des Magazins brutal an. Es wurden wahllos 45 Verhaftungen vorgenommen. Seltsamerweise ermutigte die Polizei die Falun Gong-Anhänger, zur Regierungszentrale in Peking zu gehen, um ihre Beschwerde zur Sprache zu bringen.

Der „Friedliche Aufruf vom 25. April“

Am 25. April 1999 demonstrierten 10.000 Praktizierende vor dem Beschwerdebüro der Regierung in Peking. Die Demonstration fand ruhig und friedlich auf dem Gehsteig statt. Weder Fußgänger noch Fahrzeuge wurden dabei behindert.

Zwei Tage später, am 25. April 1999, versammelten sich über 10.000 Falun Gong-Anhänger vor dem Beschwerdebüro der Regierung in Peking, um sowohl die Freilassung der in Tianjin verhafteten Anhänger, als auch die Aufhebung des Verbots der Falun Gong Bücher zu fordern.

Die Versammlung war friedlich und diszipliniert. Man konnte die Gutherzigkeit der Falun Gong- Praktizierenden erkennen. Sie standen in Dreierreihen zwischen der Straße und dem Gehsteig, um den Verkehr nicht zu behindern; sie rieten neugierigen Passanten nicht stehen zu bleiben, um kein Aufsehen zu verursachen; sie hoben den Abfall der Passanten und vorbeifahrenden Autos und sogar die Zigarettenstummel der sie beobachtenden Polizisten auf. Die Polizei nutzte jedoch die Gutherzigkeit der Praktizierenden aus. Sie baten die Demonstranten, ihnen zu folgen, um die Regierungsführer zu treffen. Die Polizei teilte dann die Praktizierenden in zwei Reihen auf und führte sie auf zwei verschiedenen Wegen zu dem Tor von Zhongnanhai, dem Sitz der Regierung. Durch die zwei Routen war Zhongnanhai „umzingelt“, was später als Vorwand genutzt wurde, Falun Gong zu belasten.

Dr. Shi Caidong, ein Teilnehmer der Versammlung, berichtete, dass der Premierminister Zhu Rongji um etwa 7:30 Uhr aus dem Tor herausgekommen und nach dem Grund für diese Versammlung gefragt habe. Premierminister Zhu lud drei Praktizierende für ein Gespräch in das Gebäude ein. Dort erfuhren sie, dass Zhu ein paar Tage vorher eine Weisung an den Staatsrat erteilte, Falun Gong-Praktizierende nicht zu belästigen - aber niemand wusste von dieser Anweisung. Nachmittags traf sich Premierminister Zhu mit fünf weiteren Praktizierenden und befahl die Freilassung der in Tianjin Inhaftierten. Als die Neuigkeit die Runde machte, löste sich die Versammlung in aller Ruhe auf. Durch dieses Ereignis erhielt Falun Gong weltweite Aufmerksamkeit.

Jiangs persönlicher Feldzug gegen Falun Gong

Die friedliche Auflösung der Demonstration vom 25. April erregte bei internationalen Medien große Aufmerksamkeit. Viele sahen darin einen Präzedenzfall, wie man soziale Konflikte durch einen Kompromiss lösen kann, ein Meilenstein in Chinas Fortschritt zur bürgerlichen Gesellschaft.

Jiang Zemin, damaliger Generalsekretär der Kommunistischen Partei, verachtete zutiefst wie Premierminister Zhu diesen Vorfall löste. Als Zhu drei Wochen zuvor von seinen erfolgreichen Staatsbesuchen aus den USA und aus Kanada zurückkehrte und für seine diplomatischen Erfolge und dem gelungenen Beitritt zur WTO gelobt wurde, konnte Jiang seine Feindschaft ihm gegenüber nicht verbergen. Er wurde auf Zhus Willkommenszeremonie vermisst.

Am 26. Mai 1999 schossen lokale Beamte in Hegang, Provinz Heilongjiang, mit einer Wasserkanone auf Praktizierende und zwangen diese, den Übungsplatz zu verlassen. Dieses geschah auf Anweisung der Zentralen Regierung.

Um seine persönliche Macht zu steigern, wollte Jiang einen anderen Weg einschlagen, nämlich seinen eigenen Weg. Als Luo Gan den Verlauf des Aufrufs vom 25. April schilderte, soll Jiang, zuverlässigen Quellen zufolge, seine Faust geballt haben und geschrieen haben: „Vernichte sie! Vernichte sie! Greif’ durch und zerstöre sie!“ Auf dem ersten Treffen des Stehenden Parteikomitees des Politbüros zur Diskussion des 25. April Vorfalls bat Premierminister Zhu: „Lass sie doch ihre Übungen machen....“ Bevor Zhu den Satz beenden konnte, zeigte Jiang mit dem Finger auf ihn: „Dumm! Dumm! Dumm! Das würde unsere Partei und unser Land zerstören!“

Premierminister Zhu wurde still. Er wusste nur zu gut, was es hieß, sich dem höchsten Anführer der Kommunistischen Gewalt zu widersetzen. Im Jahre 1966 verlor Liu Shaoqi, damals potentieller Nachfolger des Vorsitzenden Mao, seine Position. Nach langer Folter und unmenschlicher Behandlung starb er drei Jahre später, nackt und mit Handschellen an ein Holzbrett gefesselt. Maos zweiter möglicher Nachfolger floh 1971 um sein Leben und wurde dann auf mysteriöse Weise in der Mongolei getötet. Deng Xiaoping, Mao’s rechte Hand, wurde 1976 seines Amtes entbunden und „für immer aus der Partei ausgestoßen.“ Deng hatte das Glück zu überleben und gelangte später selber an die Spitze der Partei; er imitierte jedoch Maos Haltung und warf zwei seiner selbst auserkorenen Nachfolger heraus: Hu Yaobang, 1987 und Zhao Ziyang, 1989. Jenes war den Teilnehmern des Komitees nur zu geläufig und niemand wagte etwas zu sagen.

Die meisten Regierungsbeamten wagten es nicht, Jiang öffentlich zu widersprechen, aber sie konnten seine willkürliche Taktik nicht leiden, da viele selbst Falun Gong übten oder Falun Gong gut leiden konnten. Ein paar Regierungsbeamte schrieben an Jiang und an andere ranghohe Beamte und schlugen eine gütigere Lösung vor. Um den Druck zu verstärken hielt Jiang am 7. Juni 1999 eine Rede vor allen Mitgliedern des Zentralen Politbüros.

Jiangs Rede vom 7. Juni wurde sofort als Dokument des Zentralen Komitees an alle Bereiche der Partei verteilt. Die Rede beschuldigte Falun Gong-Übende, „mit der Partei und der Regierung um die Gunst der Menschen zu kämpfen.“ Der „Standpunkt der Partei bezüglich Falun Gong“ wurde aufgestellt und es wurde denen, die sich der Entscheidung nicht fügen, „schwere Bestrafung“ angedroht. Im Anschluss an Jiangs Rede beschloss das Zentrale Komitee, Falun Gong zu verfolgen.

Landesweit vernichteten chinesische Autoritäten und Medien öffentlich Hunderttausende Falun Gong Bücher. Auf der Dampfwalze steht: „Zerschmettere Falun Gong Material!“

Jiang spürte, dass die existierenden Strukturen der Partei und der Regierung seinen persönlichen Feldzug gegen Falun Gong nicht vollauf stützen können. In seiner Rede erwählte er Li Lanqing, Ding Guangen und Luo Gan, um eine spezielle Einheit zu gründen, die sich mit Falun Gong befassen sollte. So entstand das berüchtigte „Büro 610“. Jiangs Befehlen folgend wurde drei Tage später, am 10. Juni 1999, die „Zentrale Führungseinheit zur Handhabung Falun Gongs“ gegründet, geführt von Li Lanqing. Luo Gan wurde Oberhaupt des „Zentralen 610 Büros“, dem ausführenden Organ, das direkt der „Zentralen Führungsgruppe“ unterstellt wurde. Die Führungsgruppe und das „Büro 610“ stehen über der Partei und der Regierung, mit absoluter Befehlsgewalt über Militär, Polizei, Gerichte, Propagandaministerium und alle Bereiche der Regierung. Auf allen Regierungsebenen, von der Stadtebene bis zur Landesebene, befinden sich Führungsgruppen und „Büros 610“, mit entsprechender Befehlsgewalt über sämtliche benötigten Ressourcen. Jiang erschuf sich mit dem „Büro 610“ ein persönliches Netzwerk, welches ihm die Kontrolle über die gesamte Regierung ermöglichte.

Sobald er über alle Mittel verfügte, begann er seinen persönlichen Feldzug gegen Falun Gong.

Falun Gong Anhänger appellieren am 20. Juli 1999 landesweit für eine friedliche Lösung

Am Morgen des 20. Juli begannen die staatseigenen Medien, das Land mit Falun Gong- Hasspropaganda zu bombardieren. Rundfunk und Zeitungen verbreiteten falsche Tatsachen und Schmähungen. Die Propagandamaschinerie übertrug tränenreiche „Geständnisse“ und „Verleumdungen“ von „transformierten“ Falun Gong-Anhängern, um sowohl Falun Gong- Praktizierende als auch deren Familien und Freunde einzuschüchtern. Die Nacht zuvor verhafteten Autoritäten in einem landesweiten Streifzug Falun Gong-Praktizierende, die sie für „Drahtzieher“ der Falun Gong „Organisation“ hielten. Sie waren zuversichtlich, dass ohne diese „Schlüsselpersonen“ die Falun Gong „Organisation“ zerbrechen würde und sich die 100 Millionen Falun Gong-Praktizierenden aufgrund der hohen Spannung einfach zerstreuen würden.

Die friedlichen Bittgesuche der Falun Gong-Anhänger wurden mit Verhaftungen geahndet: Sie wurden zusammengetrieben und in Haftanstalten und Arbeitslager gesperrt.

In den folgenden Tagen wandten sich jedoch Zehntausende Falun Gong-Praktizierende spontan mit Petitionen an die Stadt- und Provinzverwaltungen. Eine große Zahl Praktizierender reiste auch nach Peking, um an die Zentrale Regierung zu appellieren. Zeugen schätzen, dass Millionen in den ersten zwei Tagen nach Peking kamen. Sie waren freundlich gesinnt und hatten Vertrauen in ihre Regierung. Der Grund ihres Besuchs: die Vorzüge von Falun Gong aus eigener Erfahrung zu bezeugen und die Regierung zu bewegen, die auf grundlosen Beschuldigungen basierende Verfolgung zu beenden.

Die Ämter waren jedoch nicht daran interessiert, den Falun Gong-Praktizierenden zuzuhören. Die friedlichen Bittgesuche trafen auf gewalttätige Polizisten, die nicht davor zurückschreckten, 80- jährige Frauen mit Schlagstöcken zu verprügeln, schwangere Frauen zu treten, Kinder zu schlagen und jungen Frauen in aller Öffentlichkeit die Kleider vom Leib zu reißen. Im Gegensatz zu der brutalen Polizei blieben die Falun Gong-Anhänger vollkommen friedlich; nicht ein einziger Falun Gong-Anhänger in ganz China wehrte oder rächte sich.

Wie viele Falun Gong-Praktizierende an den Bittgesuchen am 20. Juli 1999 teilnahmen, ist nicht bekannt. Es waren jedoch so viele, dass es nicht genug Haftanstalten gab, um sie unterzubringen. Stattdessen schleppten die Polizisten Praktizierende gewaltsam in Sportarenen und große Lagerhäuser, wo sie diese zwangen, ihre Namen und Arbeitsstätten anzugeben. Die gutherzigen und nichtsahnenden Praktizierenden dachten, sie hätten nichts zu verbergen, wussten jedoch nicht, dass ihre Informationen für weitere Verfolgung verwendet wurden. Die Polizei befahl dann den Arbeitsstätten, die Praktizierenden abzuholen.

Bei Einbruch der Dunkelheit neigte sich der historische 20. Juli 1999 dem Ende und die beispiellose Hetzjagd hatte begonnen. Inmitten des Terrors und der Gewalt traten Falun Gong- Praktizierende friedlich und mutig hervor. Während sich Terror und Mut noch immer messen, erinnert man sich an den 20. Juli 1999 als Beginn der Reise des friedlichen Widerstands der Falun Gong-Praktizierenden.

Helden auf dem Platz des Himmlischen Friedens

Der Platz des Himmlischen Friedens in Peking wurde bei der Verfolgung zum Brennpunkt. Hunderttausende, vielleicht sogar Millionen, Falun Gong-Praktizierende kamen aus ganz China und aus aller Welt zu diesem großen Platz - um Transparente zu zeigen, welche die Unschuld Falun Gongs bezeugten, um die Übungen zu demonstrieren oder einfach zu rufen: „Falun Gong ist wunderbar!“ Für die einfache und friedliche Äußerung ihrer Meinung mussten sie enormes Leid ertragen. Fast alle wurden von der Polizei oder bezahlten Schlägern verprügelt, welche sich trotz Tausender anwesender Touristen nicht zurückhielten; einige wurden bewusstlos geschlagen, andere auf der Stelle zu Tode geprügelt, Kinder und Jugendliche wurden mit größter Gewalttätigkeit attackiert und schwangere Frauen in den Bauch getreten. Die Attacken waren so brutal, dass sie die Opfer oft in weniger als einer Minute zum Schweigen brachten. Ungeachtet der Konsequenzen - nur für diesen kurzen Augenblick - gingen immer mehr Praktizierende dort hin. Ausländischen Journalisten war dies ein Rätsel: Ist es das wert? Was genau geht hier vor?

Am 29. September 1999 demonstrierten Praktizierende die Falun Gong Übungen auf dem Platz des Himmlischen Friedens als friedlicher Appell an die Öffentlichkeit. Polizisten eilten hinzu und zerrten Praktizierende in einen Polizeibus.

Für Chinesen bedeutet der Platz des Himmlischen Friedens das heilige „Tor zum Himmlischen Frieden“. 1919 soll die moderne Geschichte Chinas bei einer patriotischen Studentendemonstration auf diesem Platz begonnen haben. Viele andere Demonstrationen historischer Ausmaße, unter anderen die Demokratiebewegungen von 1976 und 1989, fanden auf diesem Platz statt. Der Platz des Himmlischen Friedens gilt somit als heiliger Boden für Patriotismus und Selbstaufopferung, und als letzter Ort, um an das öffentliche Gewissen zu appellieren.

Diese Akte des Terrors zerstörten das Leben vieler Falun Gong Anhänger - nahmen ihnen jedoch nicht ihre inneren Überzeugungen und ihren Glauben an das Gute im Menschen. Nach dem ersten Schock wandten sich Praktizierende aus ganz China an die Staatliche Behörde für Beschwerden, um die Missverständnisse aufzuklären, in dem Vertrauen, die Regierung würde dann die Verfolgung beenden. Die wohlwollenden Falun Gong-Praktizierenden fanden schnell heraus, dass die Staatliche Behörde für Beschwerden in eine Haftanstalt umfunktioniert wurde. Das Schild „Staatliche Behörde für Beschwerden“ wurde entfernt. Wer nach dem Weg fragte, wurde zu wartenden Polizeiwagen gelotst und verhaftet, ohne eine Chance, seine Beschwerde einzureichen.

Ein Polizist greift nach einem Banner, während andere Praktizierende ihre Banner ausbreiten.

Als immer mehr Praktizierende kamen, verboten die Behörden Falun Gong-Anhängern zu der Staatlichen Behörde für Beschwerden zu gehen und befahlen den örtlichen Behörden, dieses Verbot durchzusetzen. Das war ein weiterer Verstoß gegen das chinesische Grundgesetz und ein schockierender Schritt zurück zur Kulturrevolution. Die Staatliche Behörde für Beschwerden wurde nach der Kulturrevolution gegründet, um zu helfen, diese „grundlosen Anschuldigungen und ungerechten Scheinfälle“ zu lösen und um den Geschädigten die Möglichkeit zu geben, ihre Beschwerden darzulegen. Damals gab es Millionen dieser Fälle und die beschuldigten Ämter versuchten, ihre Spuren zu verwischen und der Verantwortung zu entfliehen. Als Reaktion auf diesen landesweiten Aufschrei wurde die Staatliche Behörde für Beschwerden geschaffen, um die Beschwerden direkt von den Opfern zu erhalten, und somit Behörden und Hindernisse zu übergehen. Diese Vorgehensweise bezeichneten die Chinesen als „Himmlisches Ohr“ und sie spielte eine große Rolle bei der Beseitigung der gesellschaftlichen Unzufriedenheit nach der Kulturrevolution. Das Recht, der Staatlichen Behörde für Beschwerden seine Anliegen vorzulegen, wurde anschließend in das Grundgesetz aufgenommen. Der rabiate Entzug ihrer Grundrechte und die entsetzlichen Prügel, die Praktizierende häufig bezogen, ließen keinen Zweifel daran, dass die Behörden nicht daran interessiert waren, ihnen zuzuhören. Den Praktizierenden blieb keine andere Wahl, als an das öffentliche Gewissen zu appellieren – und welcher Ort wäre besser geeignet als der Platz des Himmlischen Friedens.

Die erste Falun Gong Demonstration fand am 29. September 1999 statt. Praktizierende aus ganz China trafen sich am Abend zuvor in der Tsinghua Universität. Die Atmosphäre war entspannt, sie machten Fotos, schrieben auf, was sie vorhatten, schickten E-Mails mit ihren Plänen an Freunde im Ausland und am nächsten Morgen ging es los.

Auf dem Platz des Himmlischen Friedens angekommen, beschlossen sie, die zweite Falun Gong Übung zu zeigen. Dies war vielleicht die längste Demonstration, die jemals von Praktizierenden auf dem Platz durchgeführt werden konnte. Ein Teilnehmer berichtete, dass es so schien, als sei die Zeit in diesem Augenblick stehen geblieben. Die Polizei war völlig unvorbereitet und reagierte deshalb langsam. Die überraschten Polizisten zeigten ihr wahres Gesicht - traten, schlugen und überwältigten die friedlichen Praktizierenden. Es gibt keine Liste mit den Namen dieser Praktizierenden und wir wissen nicht, wo sie heute sind - ihr Heldentum und dieser Ehrfurcht erregende Augenblick werden jedoch für immer in die Geschichte eingehen.

Für Jiang Zemin hatten diese öffentlichen Demonstrationen auf dem Platz des Himmlischen Friedens katastrophale Folgen. Ende 1999 reiste Jiang häufig ins Ausland. Unter anderem versuchte er der Weltöffentlichkeit seine Ansicht über das „Falun Gong Problem“ aufzuzwingen und die Unterstützung anderer Regierungen durch das Vergeben von Handelsverträgen und Territorium zu erlangen. Er gab den Führern ausländischer Regierungen Broschüren, die Falun Gong verurteilten. Er gab den internationalen Medien Interviews über Falun Gong und wollte somit das Interesse der Weltöffentlichkeit auf das Falun Gong Problem und auf seine Fähigkeit, „Krisen zu meistern“, lenken.

Die häufigen Demonstrationen der Falun Gong-Praktizierenden widerlegten nicht nur Jiangs Aussage, 98% des „Falun Gong Problems“ gelöst zu haben, sondern entlarvten auch sein Märchen über „Erziehung und Zuneigung“ beim „Lösen des Problems“. Menschen, einschließlich internationale Journalisten, fragten sich: wenn die Polizei am helllichten Tage so gewalttätig vorgeht, was geschieht dann erst hinter den geschlossenen Türen der Gefängnisse und Arbeitslager?

Die Praktizierenden erbrachten gewaltige Opfer. Sie wurden nicht nur auf dem Platz brutal behandelt - selbst diejenigen, von denen nur vermutet wurde, dass sie nach Peking gehen „könnten“, wurden von lokalen Autoritäten verhaftet und gezwungen, die so genannte „Doppel- Garantie“ zu unterschreiben: die Garantie, Falun Gong aufzugeben und die Garantie, nicht für Falun Gong zu demonstrieren. Wer sich weigerte zu gehorchen wurde gefoltert, oft bis zum Tode.

Zwei Polizisten treten und zerren einen Praktizierenden, der auf dem Platz des Himmlischen Friedens demonstriert – ein Zivilpolizist ergreift das gelbe Banner.]

Falun Gong-Praktizierende organisierten jedoch unaufhörlich Bittbesuche auf dem Platz des Himmlischen Friedens. Der wütende Jiang befahl der chinesischen Gesetzgebung, ein Gesetz zu verabschieden, das eine härtere Vorgehensweise rechtfertigte. Die Washington Post berichtete am 2. November 1999: „Als die [kommunistischen Führer Chinas] keine Gesetze fanden, um eine friedliche Meditationsgemeinschaft energisch zu verfolgen, befahl die Partei einfach ein paar neue Gesetze. Diese werden jetzt angewandt, rückwirkend natürlich... Gemessen an diesen Maßstäben war Stalin jemand, der die Bürgerrechte achtete.“

Gleichzeitig befahl Jiang allen Regierungsabteilungen, Praktizierende davon abzuhalten, zum Platz des Himmlischen Friedens zu gehen. Beamte die dabei versagten, verloren ihren Job. Wertvolle Ressourcen wurden abgezogen, um Checkpoints an Flughäfen, Zug- und Busstationen, Autobahnen und selbst vor Hotels einzurichten, die Falun Gong-Praktizierende abfingen. Um diese Checkpoints passieren zu dürfen, mussten Reisende Falun Gong beschimpfen oder auf Falun Gong-Bücher spucken oder treten – wer sich weigerte, wurde verhaftet.

Um die Zahl der Praktizierenden, die nach Peking fuhren, noch weiter zu verringern, befahl Jiang „ihren Ruf zu zerstören, sie finanziell zu ruinieren und sie körperlich auszurotten“. Die Grausamkeit dieser Anweisung wurde durch die Habgier der lokalen Beamten noch verstärkt, welche die Gelegenheit nutzten, Wohnungen und Häuser von Praktizierenden auszuplündern, ihre persönlichen Besitztümer und ganze Firmen zu beschlagnahmen und sogar große Geldsummen zu verlangen, als Lösegeld für verhaftete Familienmitglieder. Die Unterdrückung durch örtliche Tyrannen hatte manchmal den Effekt, dass Praktizierende erst recht nach Peking gingen, da sie zuhause nicht sicher waren und nichts mehr hatten.

Polizisten in Zivil nehmen auf dem Platz des Himmlischen Friedens Falun Gong Praktizierende fest, die dort friedlich appellieren.

Ohne Karte, Kompass, Geld oder Hilfe machten sich viele Praktizierende auf den Weg nach Peking, zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Sie bestiegen Berge, durchquerten Wälder, schliefen unter Bäumen, bettelten um Essen und mieden die Checkpoints. So gelangten sie Schritt für Schritt langsam nach Peking, einer nach dem anderen. Unterwegs wurden sie oft von grausamen Polizisten, falsch informierten Bürgern oder von Falun Gong jagenden Spezialeinheiten aufgehalten. Aber sie trafen auch auf Hilfe mitfühlender Menschen, welche sich ihre Seite der Geschichte anhörten und in ihre Augen sahen und keine Verbitterung sondern Güte vorfanden. Nach einigen Sekunden auf dem Platz des Himmlischen Friedens weigerten sie sich, der Polizei ihre Namen und Adressen zu nennen, da sie sonst zurückgebracht wurden und es Monate dauern würde, wieder nach Peking gehen zu können.

All diese Bittgesuche wurden spontan ausgeführt. Angesichts ihrer vergangenen totalitären Erfahrungen dachte die chinesische Regierung, sie könnte die Falun Gong „Organisation“ lahm legen, indem sie ihre „Führer“ verhafteten. Die Regierung konnte nicht verstehen, dass Falun Gong keine Organisation hat. Praktizierende kennen sich vielleicht untereinander, ihre Entscheidungen und Handlungen kommen jedoch ausnahmslos aus ihren eigenen Herzen - aus eigenem Entschluss, die Wahrheit ans Licht zu bringen.

Foltern und Töten

Den Willen der Menschen zerstören und anders denkende Gruppierungen mit Terror ausmerzen – seit mehr als fünfzig Jahren hat das chinesische kommunistische Regime bei jeder vorherigen Unterdrückung mit seinen Methoden noch nie dabei versagt. Millionen Falun Gong- Praktizierende aus ganz China geben jedoch nicht klein bei. Sie demonstrieren auf dem Platz des Himmlischen Friedens und beharren auf dem Recht, die Übungen auszuführen. Beschämt und rasend vor Wut befahl Jiang dem „Büro 610“ extreme Foltermethoden anzuwenden: „Keine Maßname gegen Falun Gong ist zu extrem.“ Weil sich die Praktizierenden noch immer erfolgreich der Verfolgung widersetzten, entwickelte sich Jiangs persönlicher Feldzug zur persönlichen Blutrache.

Zwei Polizisten des Longshan Arbeitslagers verbrannten Frau Gao Rongrongs Gesicht sieben Stunden lang mit Elektroschocks. Zehn Tage danach wurde dieses Foto geschossen. Gao Rongrong wurde mehrere Monate gefoltert und erlag ihren Verletzungen.

Trotz strenger Geheimhaltung durch die chinesische Regierung wissen wir, dass seit dem 20. Juli 1999 Millionen Menschen eingesperrt wurden; Hunderttausende, einschließlich schwangere Frauen, alte Menschen und junge Kinder wurden in Arbeitslager gesperrt und unmenschlich behandelt; Tausende wurden in Nervenkliniken eingesperrt und schwer mit Nerven zerstörenden Drogen gefoltert. Tausende sind in Haft gestorben, die Dunkelziffer ist weit höher. Das volle Ausmaß dieser Gräueltaten ist schwer zu ergründen.

Völkermord ist mit abscheulichen Grausamkeiten verbunden. Durch Völkermord soll eine nationale, ethnische oder religiöse Gruppe komplett ausgerottet werden. Die Zahl der Toten ist oft sehr hoch.

Die Verfolgung von Falun Gong durch Jiang Zemin und seinem „Büro 610“ zielt auf eine andere, eine noch grausamere Methode des Tötens ab, nämlich auf die Zerstörung des Geistes der Menschen. Die Absicht dabei liegt nicht darin, menschliches Leben in großem Ausmaß zu vernichten - obwohl die Zahl der Todesopfer durch Folter die Mörder nicht interessiert - sondern das Opfer soll gezwungen werden zu entscheiden: will ich sterben oder meinen Geist, meine elementaren Werte und mein Gewissen aufgeben.

Menschen bis an den Rand des Todes zu foltern ist somit notwendig, um diese Art der Zerstörung durchzuführen. Chinesische Polizisten haben Falun Gong-Praktizierenden gedroht: „Wir werden dafür sorgen, dass du uns anflehst, dich endlich zu töten!“ Als einziger Ausweg bleibt den Praktizierenden zu lügen und zu sagen, dass Falun Gong ihnen und der Gesellschaft geschadet hat, dass Wahrhaftigkeit-Barmherzigkeit-Nachsicht schlecht sind und der Regierung dafür zu danken und zu loben, dass sie sie vor Falun Gong gerettet hat. Wenn du lügst, kannst du leben - wenn du die Wahrheit sagst, stirbst du.

Aufgrund der Informationsblockade der chinesischen Regierung weiß niemand, wie viele Praktizierende zu Tode gefoltert wurden. Dokumentierten Aussagen zufolge starben fast 3.000 Praktizierende in Polizeigewahrsam. Laut einer zuverlässigen Quelle innerhalb der Kommunistischen Partei soll die Zahl der ermordeten Falun Gong-Praktizierenden bei weit über 10.000 liegen. Die Berichte zeigen, wie schockierend das Ausmaß dieser Tragödie wirklich ist. Einige starben, indem ihnen bei lebendigem Leibe langsam die Arme und Beine abgerissen wurden; einige starben, weil sie für Monate in „Wasser-Käfigen“, die randvoll mit Abwässern gefüllt sind, eingesperrt waren; einige starben durch endlose Elektroschocks an oder in ihren Genitalien; einige erfroren; einige wurden lebendig verbrannt; eine 75 Jahre alte Großmutter wurde ermordet; ein behinderter Mann mit einem Buckel wurde getötet, als Polizisten sich auf seinen Rücken stellten; ein kleines Baby wurde vor den Augen seiner Mutter getötet and dann auch die Mutter zu Tode gefoltert.

Nur noch Haut und Knochen: Frau Wang Xia nach erbarmungsloser Folter. Zum Zeitpunkt des Fotos wog sie nur noch etwas über 20 kg und war kaum bei Bewusstsein.

Zusätzlich zu äußerer Folter quält die Polizei die Praktizierenden durch Zwangsernährung. Diese entsetzliche Foltermethode ist nicht zur Ernährung gedacht, sondern um qualvollste innere Schmerzen zu verursachen. Polizisten, Wärter oder Mithäftlinge rammen einen festen Plastikschlauch in die Nase des Opfers und dann in den Magen; manchmal geht der Schlauch auch in die Lunge. Der Schlauch wird normalerweise mehrfach herausgezogen und wieder eingeführt, wodurch innere Blutungen verursacht werden. Kochendes Wasser, Urin, Kot, scharfes Pfefferöl, Essigkonzentrat, Senf oder andere ätzende Flüssigkeiten werden in den Schlauch gegossen. Der größte Teil der Falun Gong-Praktizierenden, häufig Frauen, stirbt durch Zwangsernährung.

Der Massenmord an Falun Gong-Praktizierenden wurde von vielen Journalisten und Menschenrechtsorganisationen wahrgenommen. Ian Johnson vom Wall Street Journal erhielt den Pulitzer Preis für Internationale Reportagen für seine Artikelserie über die Verfolgung von Falun Gong. Er schrieb am 26. Dezember 2000:

„Weifang, China – erhebt sich über der nördlichen Ebene Chinas .. eine in jeder Hinsicht gewöhnliche chinesische Stadt, mit einer Ausnahme: regelmäßig foltert die örtliche Polizei Bürger zu Tode. Seit Anfang des Jahres, als die Polizei einen 58 Jahre alten Rentner tötete, starben mehr als zehn weitere Einwohner in Polizeigewalt. Weifang, mit nur 1% der Gesamtbevölkerung, verzeichnet 15% dieser Todesfälle.“

Nach Johnsons Reportage starben über zwanzig weitere Falun Gong-Praktizierende in der Gewalt der Weifanger Polizei.

Die Gewaltverbrechen an den Praktizierenden zielen nicht nur darauf ab, den Willen und das Gewissen der Opfer zu zerstören, sondern resultieren auch in der Zerstörung der Moral der zahlreichen Polizisten und Mörder. Getäuscht durch Jiangs Hasspropaganda, angetrieben durch Befehle der Regierung, ermutigt durch das Versprechen von Straflosigkeit und vor allem durch enorme finanzielle Belohnungen [z.B. Kopfgelder] gelockt – foltert und mordet die Polizei auf unmenschliche Weise. So drohten manche den Falun Gong-Praktizierenden: „Wir sind kleine wiedergeborene Teufel aus der Hölle, und wir töten euch, so dass ihr auch in die Hölle geht!“

In der Tat – eine weitgehende Zerstörung des menschlichen Gewissens.

"Transformation"

So entsetzlich die Folter und Morde auch sind, der bösartigste Aspekt der Verfolgung ist die sogenannte „Umerziehung“ – die Gehirnwäsche, ausgeübt an Praktizierenden; so dass diese gegen ihren Willen Falun Gong öffentlich aufgeben und verurteilen. Die Bösartigkeit dieser „Umerziehung“ ist unbeschreiblich. Opfer der Verfolgung berichten, die „Umerziehung“ wäre ihre schmerzhafteste Erfahrung.

Herr Zhao Ming

Herr Zhao Ming überlebte 22 Monate Folter in sechs verschiedenen Haftanstalten und einem Arbeitslager: „Nachdem ich über eine halbe Stunde mit Elektroschocks gequält wurde, dachte ich `Genug. Ich kann das nicht mehr ertragen. Ich erzähle von ihren Verbrechen, wenn ich wieder draußen bin.` Deshalb gab ich auf. … Viele Praktizierende fragten mich, was mir im Arbeitslager die größten Schmerzen bereitet hätte. Genau das. ... Die Wunden von der körperlichen Folter heilen mit der Zeit, aber die psychischen Schmerzen durch die Verfolgung können einen sein ganzes Leben quälen.“

Durch internationalen Druck wurde Zhao Ming befreit und konnte sein Studium am Trinity College in Irland fortsetzen. Er erinnert sich: „Ich verließ das Arbeitslager ohne Freude, Hoffnung oder Erleichterung, weil mein Geist getötet worden war.“

Eine andere Falun Gong-Praktizierende schrieb über ihre noch immer quälende Erfahrung: „Am 10. Oktober 2000 war ich am Ende meiner Kräfte, die Folter zu überstehen und ich wurde gezwungen, die Garantie zu schreiben, nie wieder Falun Gong zu praktizieren. Dieser Schmerz ist unbeschreiblich. In dem Moment fühlte ich, dass mein ganzes Leben, die Essenz meiner Persönlichkeit – alles war verschwunden, und ich war nur noch eine leere Hülle. Ich murmelte unaufhörlich: `Ich bin transformiert, ich bin transformiert, Ich bin...` Es sind zwei Jahre vergangen, aber ich bin noch immer nicht ganz aus dem Schatten des Schamgefühls herausgetreten, dazu gezwungen worden zu sein, meinen Glauben zu betrügen und meine eigenen Prinzipien zu verschachern. Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich bezeugen, dass diejenigen, die gezwungen wurden zu „transformieren“ schlimmer gefoltert wurden, als jegliche Person ertragen kann.“

Der „Umerziehungs-Prozess“ zeigt die teuflische Natur der chinesischen Regierung. Um Falun Gong-Praktizierende zu zwingen aufzugeben, bedient sich die Polizei jeglicher Tricks oder Grausamkeiten. Sie bringen Familien der Praktizierenden dazu, dass sie diese anflehen, nachzugeben und „nach Hause zu kommen“; sie foltern Praktizierende vor Zuschauern, um diese zu nötigen aufzugeben; sie plädieren sogar für „Mitgefühl für die harte Arbeit“ der Beamten. Um die Standhaftigkeit eines Praktizierenden zu schwächen, wird er von einem Polizisten wütend verprügelt, während ein anderer den Mitfühlenden mimt. Wenn die „zarte“ Methode versagt, zögert die Polizei nicht, zu Folter zu greifen. Sie setzen sogar nervenschädigende Drogen ein, um Praktizierende gefügig zu machen, und drücken dann deren Fingerabdruck auf die vorbereitete „Garantie-Erklärung“.

Viele „transformierte“ Praktizierende müssen noch weitere Erniedrigungen ertragen. Sie werden gezwungen, die „Garantie-Erklärungen“ in Gehirnwäschezentren oder öffentlich im Radio oder Fernsehen vorzulesen. Um zu zeigen, dass sie „aufrichtig“ in ihrer „Transformierung“ sind, wurden schon zahlreiche Praktizierende dazu gezwungen, die Polizei bei ihren Umerziehungshetzen zu unterstützen und andere Praktizierende zu „transformieren“ und ihre Erfahrung des „von der Regierung gerettet worden zu sein“ zu nutzen, um andere Praktizierende zu überzeugen. Sie schreien diese Praktizierenden an, wie sie selbst zuvor angeschrieen wurden und sie foltern sie mit den Methoden, mit denen sie selbst zuvor gefoltert wurden. So beweisen sie „aktiv“, dass sie „Wahrhaftigkeit-Barmherzigkeit-Nachsicht komplett aufgegeben haben.“

Die „Transformierten“ sind oft von enormen Schuldgefühlen und Selbstverachtung geplagt. Was ihnen am Ende hilft, darüber hinweg zu kommen, ist oft Falun Gong. Herr Chen Gangs Erfahrung ist typisch: „Als ich verzweifelt war, war es noch einmal Falun Gong, das mir erneut auf die Beine half. Wie sehr ich mich auch wie ein beschädigtes, einsames Boot im Sturm vorkam, ich fühlte, dass in meinem Herz noch immer ein Platz voll Ruhe und Harmonie existierte, die perfekte Harmonie und Klarheit, die ich schon kannte, und das reine Land von Wahrhaftigkeit-Barmherzigkeit-Nachsicht ...Allmählich fand ich mein Selbstvertrauen und meinen Weg und habe meine Heiterkeit und mein Mitgefühl wiedererlangt.“

Das Herz einer Person kann nicht durch Gewalt geändert werden. Seit Beginn der Verfolgung veröffentlichten Zehntausende Falun Gong Praktizierende auf der Minghui-Internetseite „Ehrenhafte Erklärungen.“ In diesen Ehrenhaften Erklärungen bekennen Praktizierende, dass alles was sie unter Zwang und arglistiger Täuschung gegen Falun Gong gesagt oder getan haben, null und nichtig sei, und dass sie weiterhin Falun Gong üben werden.

„Selbst- Verbrennung“ und Täuschung der Weltöffentlichkeit

Neben der brutalen Verfolgung startete das Jiang Regime eine weitreichende Verleumdungskampagne, um seine Hetzjagd zu rechtfertigen und der Verurteilung der Weltöffentlichkeit zu entgehen. Staatseigene Medien überfluteten Zeitungen und Fernseh- und Radiosender mit Lügen über Li Hongzhi und Falun Gong. Wie bei allen Lügen, versagte die Propaganda kläglich. Zum Beispiel behauptet die chinesische Regierung, dass das Praktizieren von Falun Gong zum Tod von 1.400 Menschen geführt habe. Diese Zahl, selbst wenn sie korrekt wäre, liegt bei 100 Millionen Praktizierenden, weit unter der durchschnittlichen nationalen Sterberate. Die chinesische Regierung behauptete unter anderem, Li Hongzhi habe sein Geburtsdatum gefälscht und einen „Krankenhausnachweis“ erbracht, dass seine Mutter 1952, vor seiner Geburt, mit Oxytocin behandelt wurde. Oxytocin war jedoch der Medizin vor 1953 noch nicht bekannt.

Einer der vielen Ausschnitte, die der chinesische Fernsehsender CCTV nach der Erstausstrahlung erklären musste. Ein Polizist hält eine Decke in der Hand, um das Feuer zu ersticken, benutzt sie aber zunächst nicht, vermutlich um für ein gutes Bild zu posieren. Auf den Beinen der „brennenden“ Person liegt eine unversehrte Plastikflasche. CCTV begründet dies damit, dass die Flasche später dorthin gelegt worden sei, als Beispiel für Behälter, die für das Benzin benutzt wurden. Niemand hatte eine Antwort auf die Frage, warum selbst der Schnee auf dem der „Brennende“ saß, nicht geschmolzen war.

Anfang 2001 wagten die Autoritäten einen abscheulichen Trick: eine inszenierte Selbstverbrennung von fünf Personen auf dem Platz des Himmlischen Friedens. Beim Großen Römischen Feuer gab Nero hinterlistig den Christen die Schuld. Diese Taktik wurde auch von Jiang angewandt. Die staatseigenen Medien berichteten, es handele sich bei den Verbrannten um Falun Gong-Praktizierende. Somit wurde in der Öffentlichkeit Hass gegen Falun Gong geschürt. Unabhängigen Journalisten und kritische Beobachter analysierten diese „Selbstverbrennung“. Die Grundlage war das von der chinesischen Regierung veröffentlichte Videoband:

o Laut einer kritische Reportage der Washington Post hat niemand Frau Liu Chunling, eine der Verbrannten, jemals in ihrem Heimatort Falun Gong üben gesehen.

o Die Polizei hatten an diesem Tag „zufällig“ zahlreiche Feuerlöscher zur Hand.

o Es wurde behauptet, Liu Siying, das 12-jährige Mädchen, das sich angeblich selbst verbrannte, sei durch einen Kehlkopfschnitt gerettet worden. Sie konnte aber in darauf folgenden Fernsehinterviews klar reden und singen - medizinisch unmöglich.

o Frau Hao Huijun, ein weiteres „Selbstverbrennungs-Opfer“, hat angeblich 1974 die Henan Musik Universität abgeschlossen. Die Internetseite der Universität gibt jedoch an, sie habe zwischen 1962 und 1984 keine Studenten aufgenommen.

o Herr Wang Jindong wurde mit schlimmen Brandwunden gefilmt; Haare und Plastik sind Materialien, die schnell verbrennen oder zerschmelzen; seine Haare und die Kunststoffflasche, welche er benutzte, um „sich mit Benzin zu begießen“ blieben jedoch - wie durch ein Wunder – unversehrt.

Die International Education Development, eine UN-Organisation, trat aufgrund dieser Widersprüche mit dem folgenden Bericht an die UN-Kommission für Förderung und Schutz von Menschenrechten: „Das Regime präsentiert den Vorfall der Selbstverbrennung auf dem Platz des Himmlischen Friedens am 23. Januar 2001, als Beweis, Falun Gong sei ein „böser Kult“. Wir haben jedoch ein Video dieses Ereignisses erhalten, welches in unseren Augen beweist, dass dieser Zwischenfall von der Regierung inszeniert wurde.“ (Eine Analyse der CCTV-Aufnahmen von der inszenierten Selbstverbrennung finden sie hier: http://www.faluninfo.net/tiananm en/immolation.asp)

Die weltweite Zerstörung des Gewissens seitens der chinesischen Regierung

Zusätzlich zu den Täuschungen der Weltöffentlichkeit hat die chinesische Regierung wiederholt mit wirtschaftlichen Sanktionen gedroht. Länder, Städte und Unternehmen, die es wagten, die Verfolgung von Falun Gong zu kritisieren, wurden Ziele dieser Drohungen. Um die wirtschaftlichen Gewinne zu schützen, wagten es wenige, für ihr Gewissen zu sprechen. Mit dieser Taktik bewegte die chinesischen Regierung namhafte westliche Medienkonzerne, sich selbst in der Berichterstattung über Menschenrechtsverstöße zu zensieren; Stadtverwaltungen in vielen Ländern wurden dazu genötigt, ihre moralische Unterstützung der Opfer zurückzunehmen. Selbst einige demokratische Länder wurden gezwungen, die Stimmen der Falun Gong Praktizierenden zu ersticken. In Frankreich, Deutschland, Island, Russland, der Ukraine, Thailand und einigen anderen Ländern wurden örtliche Polizeikräfte dazu gedrängt, willkürlich und gesetzwidrig Falun Gong-Praktizierende zu verhaften, die lediglich ihr Recht auf friedliche Demonstrationen ausübten.

Brutale Verhaftung friedlicher Demonstranten vor dem chinesischen Verbindungsbüro in Hongkong am 14. März 2002.

Die chinesischen Auslandsvertretungen schrecken auch nicht vor Erpressung zurück. Der kanadische Parlamentsabgeordnete Rob Anders wurde im Februar 2000 von chinesischen Diplomaten tätlich angegriffen:

„Ich war mit einem T-Shirt [mit Aussagen über Falun Gong beschriftet] bekleidet und ging zu einer Versammlung in diesem [Parlaments-] Gebäude, welche von der Botschaft der Volksrepublik China organisiert wurde. Ich stand im hinteren Teil des Raumes und wurde plötzlich von fünf Männern umzingelt, welche mich belästigten, mit ihren Fingern auf mich zeigten und mich anrempelten; sie sagten, ich müsste verschwinden, ich wäre nicht willkommen, „geh’ nach Hause, Cowboy, du weißt nicht was du tust“ ...und mir kamen sofort die folgenden Gedanken in den Sinn: wenn eine Bande von vier oder fünf Menschen im Namen der Volksrepublik China handelt und denkt, sie könnte damit durchkommen, dieses einem Parlamentsabgeordneten auf kanadischem Boden anzutun, in meinem Arbeitsgebäude, im Abgeordnetenhaus, können sie sich vorstellen, was sie dann erst den Menschen bei sich im eigenem Land antun? Das war ein absolut übertriebenes Verhalten! Und als ein Nachrichtenreporter mit einer Kamera hinzukam, versuchten sie, nach dessen Kamera zu greifen und diese auf den Boden zu werfen, sie sagten zu ihm, er solle verschwinden. ... Sie gaben einem Mitglied der freien Presse hier in Kanada Befehle. ...Absolut empörend. Und man sieht, mit was es Falun Gong zu tun hat. ...Wir sind an einem sehr kritischen Augenblick angekommen. Wenn wir nicht sofort Stellung beziehen, wird die Geschichte an uns zurückerinnern und Seufzer auslösen.“

Ähnliche Bedrohungen und tätliche Angriffe wurden auch in den USA, Island, Deutschland, Australien, Russland, Rumänien, Thailand, Kambodscha, Hongkong und vielen anderen Ländern berichtet. Somit hat die chinesische Regierung ihre Verfolgung exportiert - das Böse gegen die Moral - eine globale Kampagne.

Mordanschlag auf Falun Gong Praktizierende in Südafrika

Am 28. Juni 2004 fuhren fünf Falun Gong-Praktizierende mit dem Auto vom Flughafen in Johannisburg nach Pretoria, der Hauptstadt Südafrikas. Plötzlich überholte sie ein weißes Auto und sie wurden mit einem AK-47 Maschinengewehr beschossen. Die Praktizierenden versuchten das Auto abzuhängen, aber die Attentäter holten auf und hielten sie weiterhin unter Beschuss. Das Auto der Praktizierenden und der Fahrer wurden getroffen. Der verletzte Fahrer verlor die Kontrolle über das Auto und sie kamen in einem Feld zum Stehen. Die Schützen hielten für einige Sekunden an, um zu schauen und flüchteten dann vom Tatort.

Oben: David Liangs Füße nach dem Attentat in Afrika
Unten: Herr Liang, im Rollstuhl, bei einer Pressekonferenz in Sydney, Australien

Dies war kein einfacher Mordanschlag. Die Opfer waren Teil einer neunköpfigen Gruppe von Falun Gong-Praktizierenden aus Australien, welche nach Südafrika reisten. Sie planten eine gerichtliche Klage einzureichen, welche Chinas Vize-Präsident Zheng Qinghong und Wirtschaftsminister Bo Xilai des Völkermordes und der Verbrechen gegen die Menschlichkeit beschuldigt. Bevor sie Australien verließen, hatte schon einer der Praktizierenden zwei Drohanrufe erhalten. David Liang, der Fahrer, der angeschossen wurde, war mit einer Falun Gong-Jacke bekleidet. Auf dem Flughafen von Johannisburg bemerkten sie einen verdächtig erscheinenden Mann, der ihnen folgte. Die Polizei in Südafrika wies darauf hin, dass der Ort des Verbrechens nicht für hohe Kriminalität bekannt sei. Die Schützen wollten offensichtlich die Praktizierenden nicht berauben. All dies weist auf ein politisches Motiv für den Anschlag hin.

Eine eilige Stellungnahme der chinesischen Botschaft in Südafrika vom 30. Juni bestätigt nur diesen Verdacht. Als Vertretung der chinesischen Bürger in Südafrika, zeigten sie kein Mitgefühl für Herrn Liang, der in beide Füße geschossen wurde und dessen Knochen im rechten Fuß zertrümmert wurden. Die chinesische Botschaft behauptete sogar, der Vorfall sei eine Verschwörung von Falun Gong und warnte die internationalen Medien, keine „unverantwortlichen Berichte über dieses Ereignis“ zu veröffentlichen.

Das Attentat war kein Einzelfall. Um weltweit Falun Gong-Praktizierende davon abzuhalten, die Brutalität in China an die Weltöffentlichkeit zu bringen, reagieren chinesische Geheimagenten mit Gewalttaten, um Falun Gong-Praktizierende einzuschüchtern. Allein in den USA wurden Falun Gong-Anhänger mehrfach von Chinesen mit engen Verbindungen zu den Konsulaten in Atlanta, San Franzisko, Chicago und New York tätlich angegriffen. Das US-Parlament reagierte auf diese unverfrorenen Verletzungen der Bürgerrechte. Es verabschiedete am 4. Oktober 2004 einstimmig den „Beschluss des Abgeordnetenhauses 304“, welcher China dazu auffordert, die Verfolgung von Falun Gong innerhalb und außerhalb Chinas sofort zu beenden.

Ein harter Kampf zwischen Wahrheit und Lügen

Am 5. März 2002 gegen 20 Uhr gelang es einem Falun Gong-Praktizierenden, das staatlich kontrollierte Kabelfernsehen zu manipulieren. Acht Kanäle des örtlichen Kabelfernsehens strahlten gleichzeitig Dokumentarfilme über die weltweite Verbreitung von Falun Gong, die gewalttätige Verfolgung durch die chinesische Regierung und über die inszenierte Selbstverbrennung auf dem Platz des Himmlischen Friedens aus. Die Übertragung dauerte über 50 Minuten. Am nächsten Tag flüsterten sich die Menschen auch in anderen Regionen zu: „Die Selbstverbrennung ist eine Lüge!“

Liu Chengjun wurde im Alter von 32 Jahren zu Tode gefoltert, nachdem es ihm gelungen war, über das staatseigene Kabelfernsehen die Wahrheit über die Verfolgung Falun Gongs zu senden.

In der Geschichte der Kommunistischen Partei Chinas war dieses die erste öffentliche Ausstrahlung anderer Ansichten. Aus Mitgefühl für die vielen Opfer der Verfolgung und um den durch Jiangs Regime belogenen Chinesen die Wahrheit zu erklären, wagte es ein einzelner Mann die Propagandamaschinerie der KPC für 50 Minuten zu unterwandern.

Anfangs glaubten Falun Gong-Praktizierende, die Verfolgung wäre nur das Ergebnis falsch informierter Parteigenossen. Deshalb gingen viele nach Peking oder schrieben an die Regierung, um für eine friedliche Lösung zu plädieren. Gleichzeitig antworteten sie sanftmütig auf die Misshandlungen durch die Polizei: „Wir hassen dich nicht dafür, dass du uns nicht verstehst“ - „Wenn mein Leid deinen Hass gegen Falun Gong etwas verringern kann, akzeptiere ich es“. Diese Toleranz berührte sogar die abgebrühtesten Polizisten.

Weil es so viele Falun Gong-Anhänger gab und weil diese so friedlich und diszipliniert waren, wollten sich ihre Nachbarn, Kollegen, Familien und Freunde nicht gegen sie stellen. Die inszenierte Selbstverbrennung jedoch täuschte die Bevölkerung. So berichtete die Washington Post am 5. August 2001: „Die Selbstverbrennung fünf vermeintlicher [Praktizierender] am 23. Januar auf dem Platz des Himmlischen Friedens war ein Wendepunkt. Ein 12-jähriges Mädchen und ihre Mutter starben und die Partei machte diesen Vorfall zum Mittelpunkt ihrer Kampagne, Falun Gong zu diskreditieren. Durch die wiederholte Ausstrahlung der Bilder des brennenden Mädchens und der Interviews mit den anderen, die aussagten, sie glaubten, Selbstverbrennung würde sie ins Paradies führen, überzeugte die Regierung viele Chinesen, dass Falun Gong ein böser Kult sei.“

Ein Falun Gong Transparent hängt an einem Strommast in einer kleinen Stadt im Nordosten Chinas. Um es aufzuhängen, kletterte eine 62-jährige Frau über zwei Stunden in der Kälte.

Menschen glaubten den Lügen und fingen an bei der Verfolgung zu helfen oder sogar selbst zu schlagen und zu misshandeln. Polizisten waren noch mehr betroffen. Aufgebracht durch die Hasspropaganda intensivierten sie das Foltern und Töten. In ganz China bekamen Falun Gong- Praktizierende folgende oder ähnliche Worte zu hören: „Wir werden dich töten und anzünden – als Selbstverbrennung!“

Das sind natürlich Straftaten und es wäre leicht, diese Polizisten zu hassen. Aus Sicht der Falun Gong-Praktizierenden sind jedoch die Gewalttäter auch Opfer der Verfolgung durch die Regierung. Ihnen sollte die Möglichkeit gegeben werden aufzuwachen. Mit viel Barmherzigkeit nehmen Falun Gong-Anhänger große Risiken auf sich, um den brutalen Polizisten, ihren falsch informierten Klassenkameraden und der Öffentlichkeit zu zeigen, dass die Verfolgung ausschließlich auf Lügen basiert. Sie senden Briefe an Polizeistationen, verteilen Flugzettel in Supermärkten, verteilen VCDs, veröffentlichen Berichte im Internet, usw. Im Chinesischen heißt dies „die Wahrheit erklären.“

Die Wahrheit kann viel bewegen. Viele Polizisten ändern ihre Einstellung gegenüber Praktizierenden. Mithäftlinge fangen an, Falun Gong zu lernen, Fremde beschützen Praktizierende und einst voreingenommene Familienmitglieder helfen nun, die Wahrheit zu erklären. Es gibt sogar leitende Beamte des 610 Büros, welche nun Falun Gong üben.

Chinesen lesen die Falun Gong Flugblätter. Um die Wahrheit über die Verfolgung von Falun Gong zu verbreiten, verteilen Praktizierende an vielen öffentlichen Plätzen Flugblätter.

Die Wahrheit wird Jiang Zemin zum Verhängnis. Als er von der Changchun Fernsehübertragung hörte, gab er den Befehl, alle Beamten der Stadt zu feuern, wenn dieses nochmals vorkäme. Er wies die Changchun Polizei an, alle Falun Gong-Praktizierenden, welche an der Übertragung mitwirkten, „ohne Gnade zu töten.“ Später befahl Jiang dem 610 Büro, alle Falun Gong- Praktizierenden, die Informationsmaterial verteilen, „auf der Stelle zu erschießen.“

Für die barmherzige Verbreitung der Wahrheit mussten Falun Gong-Praktizierende enorme Qualen erleiden. In den Monaten nach der Übertragung wurden über 5.000 Praktizierende in Changchun verhaftet und mindestens zwölf starben beim „Verhör“. Als die Polizei Herrn Liu Chengjun verhaftete, den Organisator der Übertragung, und er schon mit Handschellen gefesselt war, schossen sie ihm zweimal in die Beine. Nach mehr als einem Jahr qualvoller Folter starb Herr Liu in der Weihnachtsnacht 2003.

Die Wahrheit lebt jedoch weiter. Nach der Changchun Übertragung folgten einige in anderen Städten. Flugzettel, Briefe, E-Mails, Telefonate - jeden Tag erklären unzählige Falun Gong- Praktizierende in allen Winkeln Chinas die Wahrheit, auch wenn es sie ihr Leben kosten könnte.

„Für dich gekommen“

Am 20. November 2001, gegen 14 Uhr, versammelten sich 36 westliche Praktizierende auf dem Platz des Himmlischen Friedens. Sie setzten sich in die Meditationsposition, hielten ein großes gelbes Transparent mit den Worten „Wahrhaftigkeit-Barmherzigkeit-Toleranz“, schlossen ihre Augen und begannen zu meditieren.

Innerhalb von Sekunden wurde die Gruppe von einigen heranrasenden Polizeibussen umzingelt. Polizisten zogen, traten, schlugen und stießen die Praktizierenden in die Busse. Jene riefen auf Chinesisch: „Falun Gong ist gut!“

20. November 2001: Eine beispiellose Demonstration für Menschenrechte in China – 36 Falun Gong-Praktizierende aus zwölf Ländern hielten ein Transparent mit der Aufschrift „Wahrhaftigkeit-Barmherzigkeit-Nachsicht“ und saßen in Meditation auf dem Platz des Himmlischen Friedens. Sie wurden verhaftet, geschlagen und deportiert.

Diese 36 Ausländer waren die ersten von vielen ausländischen Praktizierenden, die nach China reisten, um friedlich zu demonstrieren. Wie auch die chinesischen Praktizierenden wollten sie lediglich den Chinesen die Wahrheit erklären. Im eigenen Land verteilen sie auch oft Flugblätter an chinesische Touristen, welche überrascht sind, dass Falun Gong nicht in anderen Ländern verboten ist – ganz das Gegenteil von dem, was die chinesische Regierung ihnen erzählt. Wenn sie mit chinesischen Touristen reden, stellen sie fest, wie falsch informiert über Falun Gong diese sind. Um mehr Menschen zu erreichen, entschieden sie sich nach China zu gehen.

Bis heute reisten Hunderte Praktizierende aus Australien, Belgien, Brasilien, Kanada, Finnland, Frankreich, Deutschland, Japan, Korea, Polen, Singapur, der Schweiz, Großbritannien, den USA und einigen anderen Ländern nach China, um ihre Lieder zu singen: „Im Antlitz von Gewalt und Gefahr, immer wieder komme ich für dich; ich komme mit Liebe, nur für dich...“

Sie wurden eingesperrt, misshandelt und abgeschoben, viele auch zusammengeschlagen - für ihre Liebe zu einer traditionellen chinesischen Übung und für ihre guten Absichten. Die meisten wurden auf dem Platz des Himmlischen Friedens verhaftet. Manche wurden schon auf der Straße verhaftet oder aus ihrem Hotel geschleppt, da chinesische Spione im Ausland bereits Namen und Informationen an ihre Regierung weitergegeben hatten. Die Praktizierenden wurden verhört und eingeschüchtert. Polizisten stahlen fast allen ihre Wertgegenstände. Die Falun Gong- Praktizierenden beriefen sich auf internationale Standards für die Behandlung ausländischer Staatsbürger. Darauf antworteten die Polizisten: „Sie sind jetzt in China.“

Die chinesische Polizei schreckt nicht davor zurück, Ausländer zu schlagen, die innerhalb von Stunden aus dem Land verwiesen werden. Wie behandeln sie dann erst die chinesischen Praktizierenden, die sich oft für Jahre in ihrer Gewalt befinden?

Die Suche nach Gerechtigkeit der Falun Gong-Praktizierenden

Als Jiang Zemin seine Hetzjagd gegen Falun Gong begann, rechnete er mit einem schnellen Vernichtungsschlag. Die staatseigenen Medien berichteten, die Regierung würde das „Falun Gong Problem“ innerhalb von drei Monaten „komplett lösen“ und Jiang war sich sicher: „Ich zweifle nicht daran, dass ich Falun Gong besiegen kann.“

Herr Joel Chipkar steht vor der chinesischen Botschaft in Toronto, Canada. Das oberste Gericht von Ontario entschied, dass ein chinesischer Botschaftsangestellter, der Herrn Chipkar in einer Zeitung angegriffen hatte, außerhalb seine Befugnisse gehandelt hat und sich der Verleumdung schuldig gemacht hat.

Lügen und Wahrheit - Hass und Liebe - Gewalt und Friede. Jiangs Kampagne, Falun Gong auszulöschen, ist zum Scheitern verurteilt. Der Kontrast zwischen Mut und Feigheit zeigt sich nun deutlich. Im Juli 2001, während eines Staatsbesuchs in Malta, ging eine chinesische Frau auf Jiang zu und sagte ihm, er solle aufhören, Falun Gong-Praktizierende zu verfolgen. Im April 2002, als Jiang Deutschland besuchte, grüßte ihn ein Deutscher auf Chinesisch mit den Worten: „Falun Dafa ist gut.“ Auf zahlreichen Staatsbesuchen wagte es Jiangs Autokolonne nicht, den Haupteingang der Hotels oder Restaurants anzufahren. Stattdessen nutzten sie die Hintertür oder einen unterirdischen Tunnel. Aus Furcht, noch weitere Falun Gong Proteste zu Gesicht zu bekommen, verlangte Jiang von seinen internationalen Gastgebern, strenge Maßnahmen zu ergreifen, damit er nicht mehr mit Falun Gong-Praktizierenden konfrontiert würde.

Jiangs Hauptsorge beschränkt sich jedoch nicht darauf, vor Protesten davon zu laufen. Falun Gong-Praktizierende haben gemeinsam mit vielen bekannten Menschenrechtsanwälten Dutzende von gerichtlichen Klagen eingereicht, die Jiang und seine Komplizen des Völkermordes, der Verbrechen gegen die Menschlichkeit und der Folterverbrechen anklagen. Als erster Diktator in der Weltgeschichte ist Jiang in über zehn Ländern verklagt. Immer mehr schockierende Fakten über Jiangs Regime kommen ans Tageslicht: Verbreitung von Hass und Gewalt, staatsinszenierter Terrorismus und über 40.000 Fälle von Folter und Mord – allein in den letzten sechs Jahren - wurden detailliert dokumentiert. Die Täter können einem neuen Nürnberger Prozess nicht entgehen – es ist nur noch eine Frage der Zeit.

Ein Aufruf an alle guten Menschen

Falun Gong wird noch immer in China verfolgt - mit dem Ziel, Praktizierende zu zwingen, ihr eigenes Gewissen zu verraten. Die angewandten Foltermethoden sind äußerst brutal und entsetzlich. Hier geht es nicht um die gleiche alte Geschichte vom Kampf zwischen einer Rasse mit der anderen, einer Menschenklasse mit der anderen, oder sogar einem Glauben mit dem anderen. Hier zeigt sich das schiere Böse gegen das Gute im Menschen.

Das Böse kann nur triumphieren wenn gute Menschen tatenlos zusehen.

Wir berichten den mitfühlenden Menschen dieser Erde von diesen Schicksalen. Bitte setzen Sie sich mit aller Kraft für diese Menschen ein und geben Sie ihnen eine Stimme, damit diesen Verbrechen gegen das Gewissen Einhalt geboten wird.


     
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